Wohngemeinschaft

Die Wohngemeinschaft „Drescheschopf“ als Lebensort

Bei Interesse an einem WG Platz in der WG „Drescheschopf“ in Buchholz dürfen Sie gerne folgendes Formular herunterladen und ausfülllen. AnmeldungWG.pdf

Die Wohngemeinschaft „Drescheschopf“ ist ein Lebensort für bis zu 12 Menschen mit Demenz, die aufgrund der dementiellen Veränderungen nicht mehr in der Lage sind, in ihrem bisherigen Lebensumfeld zu verbleiben. Das Konzept orientiert sich am Leitbild einer Großfamilie. Eingebunden ist die WG in das neuentstandene Quartier in Buchholz mit 12 betreuten Seniorenwohnungen, einer Arztpraxis, Bäckerei mit Cafe und der Ortsverwaltung. Dieses Wohnumfeld ermöglicht ein offenes und zwangloses Zusammenleben und eine tiefergehende Kompetenzentwicklung im Umgang mit Demenz für das gesamte Umfeld. Der gegenüberliegende „Alte Friedhof“ wird für Gartenprojekte und als Außengelände zur Verfügung stehen. Die Wohngemeinschaft als Lebensort zu begreifen beinhaltet auch, dass die Bewohner/innen bis zu ihrem Lebensende bleiben und in würdiger Weise sterben können.

Die Bewohner der Wohngemeinschaft

Auch intakte Familienstrukturen können bei fortschreitender Demenz an die Grenzen des leistbaren und verantwortbaren stoßen. Als Bewohner/innen der WG kommen demnach Menschen in Betracht, für die ein ungefährdetes Leben mit ausreichender Unterstützung, Betreuung und Pflege weder durch die An- und Zugehörigen, noch durch punktuelle Entlastungsangebote oder Einsätze eines ambulanten Pflegedienst sichergestellt werden kann.

Der gelingende Alltag

Das Leben in der Gemeinschaft richtet sich nach den individuellen Gewohnheiten, Wünschen und Bedürfnissen der Einzelnen, was durch die beschauliche Größe der Gruppe ermöglicht wird. Die Bewohner/innen werden auf Wunsch und nach Möglichkeiten in alltägliche Aufgaben und Leben eingebunden, dadurch werden Handlungsräume eröffnet und vorhandene Kompetenzen gefördert. Menschen mit Demenz benötigen eine klare, vertraute Tagesstruktur und einen Handlungsrahmen, der es ihnen ermöglicht, sich als kompetent und geachtet zu erleben. Solch ein Rahmen hilft, Orientierung wiederzufinden, die durch die Krankheit in fast allen Lebensbezügen verloren geht. Wiedergefundene Orientierung wirkt sich angstmindernd aus und setzt verschüttete Fähigkeiten frei.

Die anbietergestützte Wohngemeinschaft

Die Betreuung und Pflege der 12 Bewohner/innen wird durch das multiprofessionelle Team gesichert. Die Alltagsassistent/innen, mit ihren sozialen, grundpflegerischen und hauswirtschaftlichen Kompetenzen sind rund um die Uhr in der Wohngemeinschaft anwesend. Für die individuell erforderlichen Pflegeleistungen sind neben den Alltagsassistent/Innen die Fachpflegekräfte der Kirchl. Sozialstation im Einsatz. Angehörige, bürgerschaftlich Engagierte können sich im Rahmen ihrer Möglichkeiten einbringen. Um zu verhindern, dass die Bewohner/innen einen ständigen Personalwechsel erleben, bilden die eingesetzten Mitarbeiter/innen ein Betreuungs- und ein Pflegeteam, das dauerhaft in der Wohngemeinschaft eingesetzt ist. Generalvermieter der WG ist St. Nikolai Spitalfonds. Das Anmeldeverfahren sowie Anfragen und Informationsgespräche werden über die Kirchl. Sozialstation als Anbieter laufen. Auch die Beratung und Information sowie den Abschluss des Mietvertrags.

Geteilte Verantwortung

Zentrale Philosophie der Wohngemeinschaft ist die Beteiligung von An- und Zugehörigen sowie freiwillig engagierten Bürger/innen. Die beruflich in der Wohngemeinschaft tätigen Mitarbeiter/innen übernehmen im Sinne der geteilten Verantwortung, die Aufgaben, die die Angehörigen aus verschiedensten Gründen nicht mehr tragen wollen oder können. Sie sollen die alleinige und häufig belastende Sorge um ihr erkranktes Familienmitglied ein Stück weit abgeben können und damit die Fürsorge für ihre An- und Zugehörigen mit anderen Bürgern und prof. Diensten teilen. Das Betreuungs- und Pflegeteam ist grundsätzlich „zu Gast“. Da alle Bewohner bereits beim Einzug in ihrer Alltagskompetenz eingeschränkt sind, schließen sich die gesetzlichen Vertreter/innen im „Bewohnergremium“ zusammen und üben das Hausrecht uneingeschränkt aus.Das beinhaltet zum Beispiel die Wahl des gemeinsamen Betreuungs- und Pflegedienstes und die Aufnahme neuer Mitbewohner/innen, die Gestaltung des Miteinanders. Ein Förderverein von engagierten BürgerInnen soll das Konzept und die Begleitung der Umsetzung ermöglichen und unterstützen.

Die Finanzierung Die selbstzutragenden Kosten in der WG beinhalten die Komponenten Miete, Lebenskosten, Haushaltsgeld sowie die Betreuungspauschale. Der monatliche Eigenanteil wird nach den aktuellen Berechnungen ca. 2.800€ betragen.

Detaillierte Auskünfte über die im Einzelfall entstehenden Kosten, können mit der verantwortlichen Pflegedienstleitung, Frau Reis geklärt werden.** Waldkirch, Mai 2020

Kirchliche Sozialstation St. Elisabeth e. V. Kirchstr. 16 79183 Waldkirch Tel. 07681-4072-0

e-mail: reis@sozialstation-waldkirch.de www.sozialstation-waldkirch.de